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Unsere Motivation: schleichende, dramatische Entwicklung in Deutschland und Europa

Millionenfache Fehl- und Mangelernährung unter Kindern und Jugendlichen hat sich zu einem Problem großer gesellschaftlicher Tragweite entwickelt (vgl. z. B. die bundesweite Gesundheitsstudie KiGGS 2003-2006 des Robert-Koch-Instituts):

Extreme Zunahme des Übergewichts bei Kindern und Jugendlichen. Inzwischen hat Deutschland Großbritannien als „Spitzenreiter“ in Europa abgelöst: jedes sechste Kind bzw. Jugendlicher ist übergewichtig (15% = 2 Millionen), Tendenz steigend. Adipös sind 6% = 800.000. Sozialer Status und Gesundheit sind in Deutschland eng gekoppelt. Auf der anderen Seite betreffen Essstörungen wie Magersucht inzwischen jeden fünften Jugendlichen (zwischen 11 und 17 Jahren).

Dazwischen liegen alle Abstufungen mehr oder weniger sichtbarer Fehl- und Mangelernährung. Sie gehen einher mit einem Verlust an Kompetenz im Bereich Lebensmittelkunde, -zubereitung und -herkunft.

Denn in immer mehr Haushalten wird nicht mehr gekocht. Immer mehr Kinder kommen hungrig oder mit ungesunder Nahrung (hohe Kaloriendichte, hoher Verarbeitungsgrad, wenige Nährstoffe) in den Unterricht. Wer sich von klein auf falsch ernährt, gefährdet unmittelbar seine Gesundheit mit dramatischen Risiken und Spätfolgen wie Diabetes, Bluthochdruck, orthopädischen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.


Die frühere Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt und Mitstifter Alfred Biolek mit der Sarah Wiener Stiftung bei der Aktion "Leben hat Gewicht" im BMG